Der Weg des Projektes

In den ersten paar Monaten ein Konzept

Angefangen hat es wie es mit so vielen Dingen anfängt: jemand hatte eine Idee. In diesem Fall war es die Idee unseres jungen Vereins ein richtiges Jugendprojekt auf die Beine zu stellen. Wir hatten unseren offenen Jugendtreff und regelmäßige Veranstaltungen, aber wir wollten etwas richtig gemeinnütziges machen.

Anfang 2015 trafen sich also ein paar Enthusiasten und fingen an zu arbeiten. Ein Kerninhalt war schnell gefunden: Wir wollten Pen&Paper Rollenspiele an junge Leute bringen. Doch bis dahin war es ein langer Weg. Über die nächsten Monate hinweg lasen wir sehr viele Richtlinien über Finanzierung, Projektmanagement und Jugendarbeit. Dabei diskutierten wir häufig über kleinste Formulierungen in unseren Anträgen, Broschüren, Mails und dem letztendlichen Konzept.

Das war auch das erste richtig Ziel: das Konzept. Die Essenz, der Kern unserer ersten paar Monate Arbeit war eine A4-Seite, die alles sagt, was das Projekt ausmacht.

Ein Odyssee durch Halle

Jetzt hatten wir etwas, das wir Geldgebern und Schulen in die Hand drücken konnten. Erstaunlicherweise verlief Ersteres ziemlich glatt. Ohne viele Probleme hatten wir einiges an Material von diversen Herstellern und Geschäften erhalten, auch an ein wenig Geld waren wir gekommen. Das konnten wir auch gebrauchen, denn alleine die Druckkosten waren nicht ohne.

Was sich als Nerven aufreibender herausstellte, war das Finden einer Schule. Wir hatten einige Einrichtungen, die das Projekt in ihr Angebot aufgenommen hätten, jedoch sprang eine ab, eine andere meldete sich nach mehreren guten Gesprächen nicht noch einmal und eine dritte setzte vor Ort keine Maßnahmen um. Etwa acht Wochen vor Beginn des Projektes standen wir noch immer ohne Partner da. Zu diesem Zeitpunkt entschloss sich die Projektleitung, es einfach noch einmal zu probieren. Aber diesmal nicht per Mail, Brief oder Telefonat, sondern zu Fuß. Zwei Tage lang besuchten wir jede Schule in Halle und wurden mit dem Georg Cantor fündig. Als wir dann in deren Sekretariat sagten: „Wir würden gern mit dem Direktor sprechen.“, drehte sich ein Mann im Raum zu uns und sagte: „Das bin ich.“

Es geht los

Ein sehr angenehmes Gespräch später war die Sache unter Dach und Fach. Es dauerte zwar noch eine Weile bis es wirklich los ging, aber immerhin: Wir hatten das Projekt zum Laufen gebracht. Zum ersten Termin kamen fünf Schüler, die auch gleich eine DSA-Gruppe bildeten. In den Wochen darauf kamen sieben weitere, die sich in zwei Gruppen für Legend of the 5 Rings und Das Lied von Eis und Feuer aufteilten. Der Rest des Halbjahres und des Projektes liefen ab diesem Zeitpunkt ziemlich gut. Nicht nur, dass wir Schüler hatten die kamen und blieben, sie waren auch noch die besten, die wir uns wünschen konnten. Pünktlich, zuverlässig und engagiert war das die Zeit, die uns bewies, dass sich alle Arbeit mehr als gelohnt hatte.

Diese Meinung teilen auch die Schüler und die Schulleitung, denn obwohl das Projekt offiziell zu Ende ist, läuft es doch im zweiten Halbjahr als AG weiter. Und wir sind bereit es größer und besser zu machen, denn es gibt immer noch viele Mitglieder unseres Vereins, die gerne auch eine Runde an einer Schule leiten würden.

Das Projekt

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